Scott Bradley | Politisch unkorrekte Weltraum-Abenteuer | Science-Fiction-Satire

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Mission 09

Das letzte Gefecht

Von Eric Boerner

Das kleine Raumshuttle zischte durch die unendlichen Weiten. Die Sterne zogen ruhig über den Panoramascreen wie angorinanische Delphine in einem Aquarium voller Deuterium. Scott Bradley holte eine neue Flasche Whisky aus dem Safe. Dann klickte er sich weiter durch die Stellenangebote im 'Martian Soldier'.

"Hmm, seit diese Androiden die Galaxis beherrschen, ist nur noch pax vobiscum. Da wäre das Leben als Literatur-Papst ja noch interessanter." Bradley kippte seinen Dreißigstöckigen herunter, ohne Eis, handwarm und weich wie die Lippen einer Zwanzigjährigen.

"Pah, Befreiungsaktion für eine gekidnappte Entwicklungshelferin im Jemandagebiet. Da kann ich auch gleich Frischmilchtüten und Joghurtprodukte ausliefern. Höchstens was für Säuger."

Bradley schaltete die Verbindung ins Galaxy.Net ab. Träumerisch blickte er auf seinen neuen Hochpuls-Frazor, der noch völlig jungfräulich in der Wandverankerung schlummerte. Die Ladeanzeige flackerte im grünen Bereich. Das würde genügen, einen Schiffsrumpf zu durchschlagen und mit etwas Glück den Myonenmeiler zur Explosion zu bringen.

Zisch Bumm.

Bradley seufzte. Diese Androiden hatten sich schneller als erwartet von seiner Säuberungsaktion erholt, hielten jetzt alle wichtigen Regierungsstellen besetzt und waren dabei, ein gesundes Regime der Wohltätigkeit einzurichten. Irgendwie hatten sie es sogar geschafft, sich mit den Schleimbeutlern zu verständigen und einen Friedensvertrag auszuhandeln. Die eine Hälfte der Humanoiden diente jetzt als Babynahrung für schleimigen Auswurf, die andere half den Robotern bei Dingen, die diese noch nicht so ganz beherrschten: dumm herumphilosophieren und schlechte Gedichte schreiben etc. etc. Aus Langeweile hatte sich Bradley sogar ein paar dieser literarischen Machwerke angesehen. Wie tief sollte er eigentlich noch sinken?

Das leisegestellte Intercom fiepte plötzlich los wie ein läufiger Dackel.

"Nanu", fragte sich Bradley, "wer hat denn da meine Geheimnummer geknackt?"

Der kleine Sichtschirm flackerte auf und ein altbekanntes Gesicht grinste ihm entgegen.

"Hallo, mein alter Freund, habe ich dich doch noch erwischt! Wie geht es denn unserem rüstigen frustigen Rentner?"

Bradleys linkes Auge zuckte beleidigt. Grummelnd erinnerte er sich, das die Androiden ihm einen Wisch mit seiner Entlassung als Imperator zugeschickt hatten. Diese Blecheimer waren doch tatsächlich so penibel, dass sie den zerstörten Regierungsplaneten samt ausgelöschten Androiden gegen eine ihm angeblich zustehende Abfindung als Imperator aufgerechnet hatten. Natürlich ging die Rechnung gerade bei Null auf. Scherzkekse. Bradley konnte solchem Androidenhumor aber wenig abgewinnen.

"Geschenkt, du schleimige Darmzotte eines Blättermagens. Was willst du?"

"Wir organisieren gerade einen Widerstand und suchen noch engagierte Leute, die für ein selbstbestimmtes Universum in Frieden und Freiheit eintreten. Wir fordern Mitsprache in den androidischen Gremien, um die menschliche Komponente gleichberechtigt als emanzipatorisches Leitziel..."

"Das klingt nach einer beschissenen Bürgerinitiative zur Rettung des Borkenkäfers", unterbrach Bradley rüde den Strom des Geschwalls, hob mit verächtlicher Geste sein Glas und schaltete die Verbindung ab. Dann ging er zum Safe, um eine neue Flasche Whisky zu holen.

Das durfte nicht wahr sein. Öko-Pansen als Widerstandskämpfer. Damals hatten sie diesen Leichtmatrosen von der Akademie geworfen, weil er nicht auf unbewaffnete Weichziele schießen wollte. Dieser Idiot muss geglaubt haben, es ging bei der Space-Army um die Rettung des pfeifenden Rohrspatzen auf Mingus IV.

"Schätze, das ist einer dieser Tage, an dem man sich so richtig besaufen sollte", begann Bradley einen inneren Monolog über das Leben, das Weltall, die Rinderherden, die auf der Suche nach dem Gras der Weisheit über die ewigen Steppen des Wunderbaren ziehen, und über anderen Dummlall, den kein Schwein hören will. In regelmäßigen Abständen öffnete sich der Safe und rückte bereitwillig eine weitere Flasche Whisky heraus.

*****

Wieder fiepte der läufige Dackel. Bradley wusste, dass er die Pfoten von der Antworttaste lassen sollte, aber jetzt war er schon zu besoffen für klare Entscheidungen und angemessene Entgegnungen auf unsinnige Angebote von halbidiotischen Weltverbesserern.

*****

Nachdem die Automatik das Shuttle im Hangar geparkt hatte, torkelte Bradley auf die Brücke des Waldtransporters. Öko-Pansen wollte ihn zur Begrüßung umarmen, wurde aber von Scotts Whiskyatem abgehalten.

"Äääheee, herzlich scherzlich Willkommen mein lieber trüber Scott!", stammelte er leicht benebelt. "Darf ich vorstellen, unsere ehrbaren Mitstreiter: Professor Dolgen und LaVau."

Bradley kannte den Professor schon von einem Empfang für Rubbelpreisträger und andere parasitäre Wissenschaftler der Grundlagenforschung und grunzte ihn kurz unfreundlich an. Bei LaVau handelte es sich um ein mageres modelähnliches Mädchen mit verhärmten Schmallippen und ökologisch verträglicher Kleidung.

"Da haben wir ja eine Riesenstreitmacht von Superfotzen zusammen. Das Fähnlein der sieben Aufrechten gegen den Rest des Universums. Bin begeistert!", lallte Bradley vor sich hin, der selber nicht wusste, woher seine Kenntnisse der Schweizer Literatur stammten.

"Wieso sieben? Äääheee, Scott, ich glaube, du bist da ein bisschen mistchen sehr angeheitert!"

"Ja, voll und heiter, du grinsender Lachlöwe! Wo ist die Kampfstation? Ich will ein paar Schleimbeutler wegdampfen..."

"Äääheee, dies ist ein waldiger Waldtransporter. Wir haben gar keine böse böse Kampfstation."

"Was? Keine böse Mösenmampfstation?" Bradleys Stirnfalten zogen sich unreguliert zusammen, so als würde er überlegen, ob man mit ausschlagenden Bäumen die Schleimbeutler in eine siegreiche Schlacht verwickeln könnte. Als sein Blick auf die bestrumpften Magerbeine LaVaus fiel, verdrängte aber ein wichtigerer Gedanke diese Überlegungen. Er schlingerte auf sie zu, kniete sich vor ihr hin und hob das halblange Jute-Wollstoffröckchen in die Höhe. LaVau war so überrascht, dass sie wie angewurzelt stehen blieb.

"Oh galaktischer Gott, das ist zuviel", jaulte Bradley wie ein angeschossener Brontosaurier. "Das ist das Furchtbarste, was ich je gesehen habe!"

LaVau schlug ihm für diese Bemerkung eine Ohrfeige, die Bradley aber nicht spürte. Mühsam kam er wieder auf die Beine.

"Okay, ich habe einen Plan!", brüllte er. "Wir schnappen uns ein paar Linden, knüppeln alle Schleimbeutler und Androiden nieder und dann ziehen wir durch alle Puffs des Weltalls, um diesen entseeettttzzzzllliiiicccchhhheeeeennnn Anblick zu vergessen."

Öko-Pansen überspielte erfolglos seine Verlegenheit, Professor Dolgen lächelte hintersinnig und LaVau bekam einen Heulkrampf:

"Was ist (schluchz) nur so schlimm (schluchz) an Strumpfhosen (schluchz) mit Zwickel?"

*****

Unter Einsatz einer Betäubungspistole und einer Antigravschubkarre war es gelungen, den tobenden Bradley zu paralysieren und in sein neues Quartier zu bringen. Der Waldtransporter beschleunigte in Richtung des Zentralplaneten der Androiden und alles schlief, bis auf den Autopiloten.

Zwei Stunden später erwachte Scott wieder. Benommen richtete er sich auf und dachte nur noch eines: Wo sind hier die Toiletten? Doch anstatt einfach die Tür zu nehmen, wo ein pinkelndes Männchen darauf hinwies, dass hier ein passendes Örtchen sei, wankte er hinaus auf den Gang.

"Das ist ja die Seuche!", murmelte er wieder und wieder, während er Schott um Schott öffnete, in der Hoffnung, sich endlich erleichtern zu können.

Als er wieder einen Raum betrat, hörte er ein quiekendes Stimmchen.

"Oh, galaktischer Gott, ich hab's ja befürchtet."

Das Licht ging an und da lag die magere LaVau in einem Vibrationsbett und hielt ängstlich die Arme vor den Brüstchen verschränkt.

Bradley torkelte auf sie zu.

"Nein, nein, bitte nicht!", flüsterte LaVau.

Bradley setzte sich zu ihr. "Zeig mir mal..."

"Nein, ich möchte nicht. Sie nutzen die Situation aus..."

"Du sollst mir doch nur die Toiletten zeigen!"

Entgeistert deutete LaVau auf eine Tür hinter Bradley. Scott konnte noch knapp die Schüssel erreichen, als auch schon ein unendlicher Strahl zu plätschern begann. Langsam kam er wieder zu sich.

"Verteufelte Situation. Eigentlich will ich ja gar nichts von ihr, außerdem ist mir kotzübel und ich habe Kopfschmerzen, aber wenn sich erst herumspricht, dass ich eine eindeutige Gelegenheit NICHT ausgenutzt habe, dann bin ich geliefert, dann kann ich auch gleich meine Haare tonsurieren und im Pontifickaner-Kloster vorsprechen. Es ist wirklich nicht leicht, einen hundsmiserablen Ruf zu haben, es ist sogar verdammt anstrengend."

"Jetzt gehst du aber!", versuchte LaVau zu suggerieren, als er wieder das Zimmer betrat.

Bradley schüttelte den Kopf und erwischte mit einer geschickten Körpertäuschung das Mädchen noch, als sie gerade aus dem Bett springen wollte, um sich in Sicherheit zu bringen. Um die abscheuliche Sache schnell hinter sich zu bringen, - nicht dass LaVau nachher noch einen Schock bekam - riss Scott ihr das Nachthemd hoch und ... - ... übergab sich spontan mit einem mächtigen Schwall über ihren Körper.

Ob es nun an den sechzehn Flaschen Fiddler-Whisky, den Nachwirkungen der Betäubungsspritze in Verbindung mit plötzlichen schnellen Körperbewegungen oder am Frotteeunterhöschen lag, das LaVau trug, ist schwer zu entscheiden. Dem Mädchen jedenfalls, das tapfer und duldsam alles ertragen hätte, was Bradley auch immer mit ihr anstellen wollte, war es jetzt endgültig zuviel und sie schrie wie eine tellektianische Furie, und schrie und schrie und schrie...

Als die Retter der Jungfräulichkeit eintrafen, hockte der völlig entnervte Bradley neben der Toilette und lallte etwas vor sich hin, dass von Waldtransportern handelte, bei denen nicht mal ein Baum zum Pinkeln bereitstand, und versuchte zwischenzeitlich mit leicht verzerrtem Brummelbass das Gequieke von LaVau zu untermalen, so dass es nach einer ganz annehmbaren Techno-Nummer aus dem finstersten irdischen Mittelalter klang.

Unter Einsatz einer Betäubungspistole und einer Antigravschubkarre gelang es ein weiteres Mal, Bradley zu paralysieren und in sein neues Quartier zu bringen.

*****

Auf der Brücke herrschte angespanntes Schweigen. Bradley spielte mit seinem Hochpuls-Frazor, der immer noch genauso jungfräulich war wie LaVau, Öko-Pansen überlegte angestrengt, wie er Scott die grundlegenden humanistischen Regeln der Neuen Gesellschaft beibringen könnte (keine Frauen vergewaltigen, erst Reden dann Schießen usw.), Professor Dolgen lächelte weiterhin hintersinnig und LaVau versuchte, mit vorwurfsvollen Blicken um sich zu werfen, die besagen sollten, dass alle Männer Schweine sind, obwohl alle Männer längst wussten, dass alle Männer Schweine sind und sich für ihre vorwurfsvollen Blicke gar nicht interessierten.

"Wie wollen wir eigentlich die Androiden niedermetzeln?", fragte Bradley, der immer noch nach dem Apathosaurier suchte, der auf ihn gefallen sein musste.

"Wir werden die Androiden nicht niedermetzeln, wie du dich so bildlich wildlich auszudrücken pflegst, sondern mit ihnen verhandeln", stellte Öko-Pansen klar.

"Ach so, das hier ist ein idealistisches Selbstaufopferungsprojekt, an dessen Ende alle Idealisten den Märtyrertod sterben und sich dabei ganz toll vorkommen", lästerte Bradley. "Schätze, da wird mein Baby hier doch noch was zu tun kriegen."

Der Frazor summte zufrieden, so als würde er jedes Wort verstehen.

"Ich bin kein Baby!", geiferte LaVau.

"Kein Mensch redet von dir, Puppe. Du brauchst nur deine Frotteeschlüpfer zu zeigen und die Andros geben sofort auf. Soviel ist sicher..."

"Du abgefuckter Neanderthaler! Ich hasse dich!"

"Hey, das macht mich jetzt aber total betroffen!", lachte Bradley verständnisvoll. "Wenn du es mal bis zur Frau geschafft hast, und damit meine ich jetzt nicht nur das Tragen von Reizwäsche, dann können wir ja noch mal ausführlich drüber reden."

*****

Der Sensorschirm zeigte endlich die lang erwartete Armada der Andros, die allen Gegnern der wohltätigen Neuen Androiden Ordnung regelmäßig einen kurzen Benimmkurs verpasste. Bradleys Herz jubelte. Ein belebender Stoß natürliches Androgen durchbebte seine Nervenfasern und flüsterte ein einzelnes Wort.

Armageddon.

Pansen eilte zum Visicom und begrüßte die Androiden mit hochtrabenden und salbenden Worten.

Bradley entsicherte schon einmal den Frazor und küsste zärtlich die automatische Zieleinrichtung. Zufällig fiel sein Blick auf Dolgen, der nicht mehr hintersinnig lächelte, sondern eine eigenartige, noch nie dagewesene Apparatur in Händen hielt, die genauso aussah wie eine umgebaute Fernbedienung für gefühlsechte Porno-Disc-Player. Ihre Augen trafen sich kurz. Sollte ausgerechnet Dolgen, dieser ausgewiesene Langweiler, der einen stundenlang mit der Notwendigkeit von Forschungsgeldern zuschwallen konnte, etwas in der Hinterhand haben?

Auf dem Visicom erschien das Gesicht eines Androiden. Er war mit seinen grauen Schläfen dem Idealbild amerikanischer Präsidenten nachgebildet. Pansen und diese lächerliche Präsidentenimitation begannen sich gegenseitig höflich anzuschwafeln, während Bradley auf dem Sensorschirm eine taktische Einkreisung durch die Androschiffe registrierte. Ein amüsantes Lehrstück für galaktische Diplomatie.

Gerade als Pansen für das Anhören seiner wichtigen richtigen Vorschläge dankte, schossen ein paar unangekündigte Laser-Salven den Waldtransporter manövrierunfähig. Das Schiff wurde durchgeschüttelt wie bei einem kolumbianischen Erdbeben.

"Was soll denn das?", fragte Öko-Pansen mit zittriger Stimme.

"Schätze, die Andros wollen uns jetzt die Ärsche aufreißen, ganz humanistisch natürlich", sagte Bradley ruhig und schaltete den Frazor auf volle Zerstörung. Natürlich war ihm klar, dass die Androiden ihnen nicht die Ärsche aufreißen wollten. Durch eine kurze Bestrahlung des Aggressionslappens im vorderen Hypothalamus würden sie lediglich die heldenhafte Mannschaft des waldigen Waldtransporters in nette Halbaffen mit guten Umgangsformen verwandeln, die zu allem Ja und Amen sagten. Kurz: in ideale Mitglieder einer idealen Gesellschaft. Dolgen bekäme Unsummen an Forschungsgeldern für bessere Küchengeräte, LaVau könnte sich voll auf die Feminismusforschung stürzen und Öko-Pansen dürfte alle Bäume schützen, die er nur schützen wollte. Nur für ihn, Scott Bradley, gäbe es in einer solchen Gesellschaft keinen Platz mehr.

Folglich war jetzt die Zeit für die Mutter, Großmutter und Tante aller Schlachten angebrochen, für jenes letzte Gefecht, wie es die Internationale irgendeines zweitklassigen Planeten am Rande einer drittklassigen Galaxis schon immer besungen hatte...

Professor Dolgen drückte breit grinsend seine rätselhafte Fernbedienung. Durch das Visicom war ein komisches Schmatzen zu hören. Der Andro-Präsident auf dem Bildschirm zerplatzte wie eine matschige Melone, in die dumme Jungens einen Sprengsatz eingebaut hatten. Die Schiffe der Armada blieben unsinnigerweise auf dem Kurs, den sie gerade eingeschlagen hatten und donnerten entweder ineinander oder flogen wie vulvinanische Zugvögel weiter ins All. Offensichtlich war die Besatzung der Schiffe genauso schmatzend zerplatzt, wie der Präsident.

"Hey, Dolgen, das ist ja mal eine lustige Nummer, die ihr Forscher da ausgehirnt habt", lobte der völlig überraschte Bradley. Kurz darauf hatte er alle seine Fassungen wiedergewonnen und platzte förmlich vor Tatendrang. "Ich spring dann mal schnell in mein Shuttle und hole mir einen Kampfkreuzer."

LaVau guckte fragend auf Dolgen.

"Aber Professor, es war doch nicht alles schlecht, was die Androiden gemacht haben. Wie konnten sie das nur tun?"

"Hier geht es nicht um Praktikabilität, sondern einfach um Machbarkeit. Solange der Mensch die Möglichkeit hat, alles andere zu dominieren, wird er dies auch mit allen Mitteln tun. Die Androiden waren verwundbar, also mussten sie vernichtet werden. Oder einfacher ausgedrückt: ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss, Baby!"

Wie sich herausstellte, hatte Dolgens Forschungsteam schon vor Wochen die Androiden mit einem Virus infiziert, der ihre Innereien in nicht nachweisbaren Leicht-Sprengstoff umwandelte. Mit simplen hochpotenzierten Betawellen auf kopplungsinterferenter Zeta-Myonenbasis konnte man die Roboter danach problemlos zur Explosion bringen.

Eine Woche später waren alle Androiden beseitigt und die Galaxis fiel in jenes schrecklich gewalttätige Chaos zurück, das man von einer Galaxis erwarten durfte, in dem echte Männer wie Bradley und Dolgen den Ton angaben.

LaVau verlor ihre lang verteidigte Unschuld an einen untergeordneten Verwaltungsbeamten der mittleren Raumfahrtbehörde von FickDichInsKnie VII, der sie neun Monate später mit einem behinderten Kind sitzen ließ, und Öko-Pansen wurde bei einer schlecht organisierten Baumschutzaktion auf Zeugma Tau III von verständnislosen Holzfällern zerhackt und gehäckselt, die dank bestechlicher Richter mit einer dreitägigen Bewährungsstrafe davonkamen. Seine Leiche wurde nie gefunden, was vermutlich an den fleischfressenden Borkenkäfern auf diesem Planeten lag.

Dolgen dagegen wurde mit einem weiteren Rubbelpreis ausgezeichnet, mit dem er ein eigenes wissenschaftliches Institut finanzierte, das die Forschungsarbeit der Androiden gewinnträchtig ausschlachtete und seinem Namen ewige Unsterblichkeit verlieh.

Bradley ließ sich von der mit vorgehaltenem Hochpuls-Frazor erlangten Abfindung als kaiserlicher Imperator einen völlig neuartigen Kampfkreuzer bauen und ging unbeirrt seinen Weg weiter, so wie die angorinanischen Delphine in einem Aquarium voller Deuterium, wenn sie Beine hätten.

 

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